Die Brücken der Freiheit. Ken Follett.


Ein weiterer Follett, dieses Mal aus dem Jahre 1998 (Buch) bzw. 2006 (Lübbe Audio). Und ein typischer Follett. Doch, Achtung, „typisch“ ist hier nicht mit positiv gleichzusetzen …

Zur Handlung: Mac McAsh, ein junger, freiheitsliebender Schotte des 18. Jahrhunderts, ist abwechselnd Tagelöhner, Häftling oder Sklave und – wie könnte es anders sein – verliebt in eine Dame aus den besseren Kreisen, Lizzie. Sie erwidert seine Gefühle bedingt. Wie die Frauen bei Follett nun mal so sind, weiß Lizzie nicht recht, was sie will. Sie landet daher in einer standesgemäßen Vernunftehe. Mit ihrem Mann und einer Ladung von Häftlingen/Sklaven segelt sie nach Amerika, die Aufstände in London bleiben hinter ihnen. Dort werden Lizzie und ihre Mann Tabakfarmer, Mac McAsh hat ihnen zu dienen. Lizzie wird schwanger, verliert das Kind und ihr Mann wendet sich ab. Gelingt es ihr, ein neues Glück mit Mac zu finden, den sie im Grunde ihres Herzens schon lange liebt?

Also, mal wieder eine lange unglückliche Liebesgeschichte im Follett-Style. Das bedeutet: Einfache Menschen, mit einfachen Problemen und Lösungen. Historisch wird wenig geboten, einzelnen Details retten das Genre nicht. Vielmehr überraschen psychologisch versierte Gedanken der bildungsfernen Protagonisten. Die Szenen sind holzschnitthaft und könnten sowohl in „Säulen der Erde“ als auch in „Winter der Welt“ vorkommen. Dies fällt umso mehr auf, da das Hörbuch gekürzt ist. Gesprochen tadellos von Philipp Schepmann.

Lübbe Audio. Gekürzte Hörbuchfassung. 5 Stunden, 57 Minuten.

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