Underground Railroad. Colson Whitehead.


Das Leben von Cora im amerikanischen Süden ist trist – wie das fast aller Sklaven im 19. Jahrhundert. Harte Arbeit, Demütigungen und Gewalt sind an der Tagesordnung. Da nutzt Cora die Gelegenheit zur Flucht. Ihr Mitgefangener Caesar „besteigt“ mit ihr die Underground Railroad, ein geheimes Netzwerk, über das viele Sklaven vor dem Civil War in den Norden gebracht wurden. Doch sie werden verfolgt – und so beginnt eine mitreißende Flucht, auf der sich das Schicksal immer wieder erbarmungslos zeigt,

In dem mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Buch greift Whitehead ein in den USA heiß diskutiertes Kapitel der eigenen Geschichte neu auf. Es sind die vielen kleinen persönlichen Schicksale, die ein sehr facettenreiches Bild entstehen lassen. Von Sklaven, Sklavenhaltern und -jägern, aber auch von Gegnern der Sklaverei. So entsteht ein eindrucksvolles sehr intensiv koloriertes Stimmungsgemälde, das ohne Vereinfachungen und Klischees auskommt. Sehr hörenswert, nichts für schwache Nerven. Nur die Fragmentierung der einzelnen Erzählteile verwirrt an der einen oder anderen Stelle. Helene Grass liest zurückhaltend, die Geschichte steht im Vordergrund.

Hörbuch Hamburg GmbH. 2017. Gekürzte Ausgabe. 8 Stunden 51.

 

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