Shining. Stephen King.


Awesome! Das Buch von 1977 ist und bleibt einer der ganz großen Stephen King Romane. Sprachgewaltige Bilder, überraschende Wendungen und eine unglaubliche Dichte an Details nötigen dem Hörer Ehrfurcht ab. Stephen King wurde zum Erzählen geboren – und Gott sei Dank tut er nichts anderes.

Die Story ist bekannt: Der gefeuerte Englisch-Lehrer Jack Torrance übernimmt mit Frau Wendy und Sohn Danny das Hotel-Sitting im Overlook. Die Nobel-Unterkunft hoch oben in den Rockys bleibt im Winter geschlossen. Als Hausmeister soll Jack das leere Hotel heizen und nach dem Rechten schauen. Der trockene Alkoholiker will die Monate in der Abgeschiedenheit nutzen, um seiner bescheidenen Schriftstellerkarriere neues Leben einzuhauchen. Doch – und wie könnte es bei Stephen King anders sein – Jack hat nicht mit dem BÖSEN gerechnet, das im Overlook nistet. Es zieht Jack in eine Phantasiewelt und hat es auf Danny abgesehen. Der Junge ist mit seinen übersinnlichen Fähigkeiten eine äußerst attraktive Beute für die bösen Mächte. In der Einsamkeit der Berge kommt es zum blutigen Showdown zwischen Jack und seiner kleinen Familie …

Wer nur den Film aus den 1980ern kennt, muss das Buch hören. Die Story ist vielschichtiger angelegt, als es das Werk von Kubrick ahnen lässt. Nicht ganz nachvollziehbar ist die Kritik Kings am Film-Bösewicht Jack Nicholson. Klar wirkt er von Anfang an wie ein Irrer, aber auch die Romanfigur Jack Torrance zeigt sich von Beginn an verhaltensauffällig. Seine psychischen Probleme, sein Alkoholismus, seine biographisch erklärbare Neigung zur familiären Gewalt – das ist der Stoff, aus dem Stephen King eine faszinierende und schlüssige Geschichte spinnt. Spannend und furchteinflößend.

Und dabei ist es nicht David Nathan, der diesen King vorliest. Nein, es ist Dietmar Wunder, der hier absolut Geniales vollbringt! Seine verschiedenen Charaktere und Stimmen machen Spaß, unterhalten und sind verdammt gruselig. Beim Hören musste einmal sogar das Licht im Auto angeknipst werden, und zum Glück saß NICHTS auf der Rückbank. Danke, Dietmar. Vorsicht, David!

Lübbe Audio. Ungekürzte Lesung. 17 Stunden, 31 Minuten. Mehr zur Kritik an der Verfilmung hier.

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