Tiere. Von Simon Beckett.


Nigel ist ein Sonderling. Sein Zuhause ist ein Pub, mitten in einem Gewerbegebiet. Dort lebt er vermeintlich ganz alleine, denn seine Eltern sind tot und Gäste kommen schon lange nicht mehr. Doch der geistig etwas zurückgebliebene junge Mann hat die Werte und Vorstellungen seiner konservativen Mutter verinnerlicht – und nutzt sie zur Beurteilung seiner Umwelt. So erscheint es ihm richtig, sich „Tiere“ zu halten, die ihm zulaufen, wie er es nennt. Auf seine Art sorgt er gut für sie und ist zu naiv, um die erschreckende Grausamkeit seiner Taten zu begreifen. Sein isoliertes Leben funktioniert, bis er auf der Arbeit die Aufmerksamkeit der schönen Sheral und ihrer Freundin auf sich zieht. Sie wollen ihn in seinem Pub besuchen …

Spannende und exzentrische Geschichte von Simon Beckett, der dieses Mal mit wenigen blutigen Szenen auskommt. Er entführt uns ins englische Arbeitermilieu, in dem es zum Teil recht drastisch zugeht. Das wird konterkariert durch die kindliche Stimme, die Johannes Steck der Ich-Erzählung verleiht. Steck macht das „total“ gut. Aufregend traurig – und deswegen so packend.

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