Der Junge muss an die frische Luft. Hape Kerkeling.


Das ist nicht lustig – darauf weist der Buchhändler bei diesem Kindheitsbericht von Hape Kerkeling gerne hin. Ist es auch nicht. Dafür ist „Der Junge muss an die frische Luft“ sehr unterhaltsam. Das kann der Hape eben. Unterhalten, mit einer sehr bewegenden Geschichte und einem ganz hervorragenden Vortrag.

Hape nimmt den Hörer mit ins Ruhrgebiet der 1960er Jahre. Er schildert seine bewegte Kindheit, die er vor allem in der Obhut verschiedener starker Frauen seiner Familie verbracht hat. Die wichtigste, seine Mutter, stirbt leider viel zu früh. Ihre tragische Krankheitsgeschichte erlebte Hape hautnah mit. Das ist sehr traurig und zum Teil nur schwer anzuhören. Mit dem Focus auf seine Kindheit, bleibt Hape fast das ganze Buch über nah bei seinen Wurzeln. Er will dem Hörer schildern, wie er trotz oder gerade wegen seiner schweren Zeiten zu dem erfolgreichen Entertainer werden konnte. Dabei spricht er kaum über seine tatsächliche Karriere, sondern malt ein facettenreiches – und vermutlich auch etwas verklärtes – Bild seiner 1960er und 1970er Jahre. Das ist spannend und macht Spaß. Auch wenn es nicht lustig ist.

Osterwold Audio. Ungekürzte Autorenlesung. 8 CDs.

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