Revival. Stephen King.


Mit dem neuen Hörbuch beeindruckt der Altmeister einmal mehr. Und eben nicht als der King of Horror. Wie schon in „Mr. Mercedes“ oder „Der Anschlag“ ist es die Story und die Art wie sie erzählt wird, die in den Bann zieht. Las man die frühen Kings eventuell mit einem gesunden Schuss Voyeurismus, folgt man jetzt stärker den Schicksalen der Protagonisten.

Revival ist im Prinzip eine moderne Frankenstein-Geschichte. Als Junge trifft Jamie auf den Priester Charles Jacobs. Nach einem – wie könnte es bei King auch anders sein – schrecklichen Unglück, wendet sich der Geistliche vom Glauben ab und profiliert sich als Schausteller und Wunderheiler. Im Laufe seines Lebens begegnet Jamie immer wieder Jacobs und kann mit seiner Hilfe die eigene Drogenkarriere beenden. Jacobs heilt auch viele andere Menschen. Er behandelt Krebs und weitere Leiden, doch es scheint als ob seine Patienten dafür einen hohen Preis zahlen müssen. Das dunkle Band, das Jamie und Jacobs verbindet, führt sie unweigerlich zu ihrer letzten Begegnung. (Achtung: Spoiler!) Jacobs, selbst am Ende seines Lebens, will eine gestorbene Patientin aus dem Reich der Toten zurück holen …

Revival fasziniert von Anfang an. Lediglich am Schluss schwächelt King, aber auch das kennen wir schon von „Der Anschlag“. Die Darstellung des Jenseits übersteigt dann doch selbst Kings Vorstellungskraft. Das Unbeschreibliche zu beschreiben gelingt ihm nicht. Eine Bank wie immer: David Nathan.

Random House. 3 MP3 CDs. 14 Stunden 54 Minuten.

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