Das Mädchen, das den Himmel berührte. Luca Di Fulvio.


Zunächst einmal: die Geschichte über den jungen Gauner Mercurio und seine Liebe zur Tochter des jüdischen Arztes Isacco ist eigentlich nicht kompliziert. Dennoch verwirrt zu Beginn dieses Hörbuchs die Handlung. Die zarte Liebesromanze entwickelt sich erst nach einiger Zeit zum wichtigsten Plot. Bis dahin allerdings sucht der Hörer teils vergeblich nach Orientierungspunkten. Die bieten sich dann reichlich, sobald die Protagonisten nach einigen Wirren in Venedig angekommen sind. Die Liebenden werden vor der Kulisse einer jüdischen Ghettoisierung getrennt bzw. finden lange nicht zueinander. Dabei sind es abenteuerliche, teils sehr naive, Szenarien, die der Autor dem Hörer zumutet. Auch der historische Background, Venedig zu Beginn der frühen Neuzeit, bleibt blass.

 

Liebe, Eifersucht, Rache – Philipp Schepmann schafft es alle Emotionen unterhaltsam zu vermitteln. Ein weniger routinierter Erzähler hätte vor den holzschnittartigen Charakteren des (gekürzten) Hörbuchs vermutlich kapituliert. Insgesamt kein Vergleich mit „Der Junge, der Träume schenkte“.

Lübbe Audio, 8 CDs.

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